Verzeichnis
der AlternativMedien 2006/2007
Web-Hinweise zur Printausgabe
Die hier vorgestellten Webadressen sind
vollständig (incl. Adressen, Email et.) im "Verzeichnis
der AlternativMedien 2006/2007" dokumentiert.
Nachfolgend das Inhaltsverzeichnis, sowie das Vorwort
Bernd Hüttner: Vorwort +
Danksagung
Redaktioneller Teil
Bernd Hüttner: Alternative Medien sind tot, es leben die alternativen Medien. Zur Definition, Entwicklung und Zukunft alternativer Medien
Burghard Flieger: Politische Kultur(en) sichern Verlagsgenossenschaften als besondere Chance alternativer Printmedien
Gottfried Oy: Lebenswelt Gegenöffentlichkeit. Medienkritik und Alltag sozialer Bewegungen
Knud Andresen, Markus Mohr, Hartmut Rübner: Aus der Kneipe Kreuzberger Vereinshaus (dröhnte) die Internationale oder Der Osten ist rot Ein paar Schlaglichter zur Geschichte der Zeitschrift Agit 883 (1969 bis 1972)
Gisela Notz: Alternative
Zeitungen und Zeitschriften der Neuen Frauenbewegungen. Entstehungsgeschichte(n)
Beispiele politische Konzepte
Beitrag auch in der Zeitschrift "Jungle World" veröffentlicht http://jungle-world.com/seiten/2006/42/8692.php
Dieter Moldt: Andersdenken ist die Freiheit der Freien. mOAning star, die Zeitschrift der Offenen Arbeit und der Kirche von Unten in Ostberlin (1985 bis 1989)
Andi Kuttner: Do it yourself. Fanzines und die Geschichte ihrer Entstehung
Lena Laps: Ihrsinn allein unterm Regenbogen?
Redaktion IHRSINN: Schlussakkord. Abschied und Vorankündigung für eine letzte IHRSINN
Lea Hagedorn: 300 Ausgaben gelebte Utopie. Ein Interview mit dem Graswurzelrevolution-Redakteur Bernd Drücke
Adressteil
Bernd Hüttner: Vorbemerkungen zum Adressteil
Adressteil, nach Postleitzahl sortiert
Bernd Hüttner: Statistische Auswertung
Bernd Hüttner: Materialien und Literaturhinweise zu alternativen Medien
Sachregister
Namensregister
Textnachweise
Zu den AutorInnen
Alternative Printmedien, insbesondere Zeitungen und Zeitschriften, spielen weniger für die Information der breiten Öffentlichkeit eine Rolle, ihre Bedeutung liegt mehr in der internen programmatischen Debatte.
Nach 15 Jahren liegt mit diesem Buch wieder ein öffentlich zugängliches und gedrucktes Verzeichnis der alternativen Printmedien vor. Die Idee zu diesem Verzeichnis entstand Anfang 2005 im Anschluss an die Veröffentlichung Archive von unten (Neu-Ulm 2003).
Die Einwerbung von Beiträgen zum redaktionellen Teil erfolgte halböffentlich, über Mailinglisten und auf anderen Wegen. Die Resonanz war ernüchternd. So sehr die Beiträge zu begrüßen sind, kann doch als Ergebnis festgehalten werden, dass es derzeit keine weitergehende Beschäftigung mit alternativen Printmedien gibt weder in der Wissenschaft, noch in den alternativen Printmedien selbst. Akademische Forschung und andere Auseinandersetzungen widmen sich eher den emanzipatorischen Möglichkeiten des Internet und anderer elektronischer Kommunikationsmittel. Was überhaupt heute alternative Printmedien sind, welche Bedeutung sie für Selbstverständigungsprozesse der (neuen) sozialen Bewegungen und das Erreichen einer größeren Öffentlichkeit spielen, scheint nirgendwo weitergehend reflektiert zu werden.
Für den vorliegenden Band konnten neun Beiträge eingeworben werden, davon befasst sich keiner mit der Zukunft alternativer Medien. Die Mehrheit thematisiert die Geschichte bestimmter Bewegungen bzw. die einzelner relevanter Medien.
Ob die veröffentlichten Adressen ein realistisches Abbild der real existierenden Landschaft der alternativen Printmedien darstellen, muss zwangsläufig offen bleiben, da niemand über ein vollständiges, geschweige objektives Bild verfügt, dies geht auch gar nicht. Mit dem Verzeichnis liegt aber auf jeden Fall eine aktuelle Annäherung vor. Zur Definition Was ist überhaupt heute ein alternatives Printmedium?" und zur Debatte um gedruckte und neue Formen alternativer Kommunikation wie etwa Internetportale und Weblogs finden sich in der Einleitung zum Adressteil nähere Informationen und Thesen. Nicht zuletzt vermag niemand zu sagen, wie groß die Dunkelziffer existierender, aber hier nicht erfasster Medien ist. Die weite Szene der Musik-, Kultur- und anderen Fanzines ist vermutlich ebenso wenig in ihrer ganzen Breite erfasst wie die der selbstorganisierten studentischen Hochschulmedien oder die der linken Betriebszeitungen. Ob Knastzeitungen oder die allerorts erscheinenden Straßen- und Obdachlosenzeitungen überhaupt alternative Medien in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes sind, muss dahingestellt bleiben.
Danksagung
Ich danke zuerst allen Zeitschriftenprojekten, die sich an der Umfrage beteiligt haben. Die umfangreiche und aufwendige Arbeit an diesem Buch wurde teilweise von der Rosa Luxemburg Stiftung im Rahmen ihrer Projektförderung finanziert. Es hat schon eine gewisse Ironie, wenn heute die der aus den Runinen des Staatssozialismus entstandenen Partei nahestehende Stiftung ein solches Verzeichnis fördert. Der Rest der Arbeit erfolgte unbezahlt.
Dieses Verzeichnis der Alternativmedien gäbe es nicht ohne die Unterstützung sehr vieler Mitwirkender. Zuerst ist der Verein Contraste e.V. und die gleichnamige, schon seit über 20 Jahren erscheinende Monatszeitschrift zu nennen. An zweiter Stelle die Rosa Luxemburg Stiftung, die das Vorhaben im Jahr 2006 in ihre Projektförderung aufnahm. Hier möchte ich Florian Weis und Lutz Kirschner danken.
Großer Dank gebürt selbstverständlich allen AutorInnen der Aufsätze und den Verlagen und Projekten, die die Zustimmung zum Nachdruck von Beiträgen gegeben haben.
Dann geht ein dickes Danke" an alle, die Adressen aus ihrer Region oder ihrem Fachgebiet beigetragen oder korrigiert haben, ich möchte nur einige nennen: Notstand Archiv Bochum, Archiv im Bunten Haus Celle, Archiv der sozialen Bewegungen in Baden (Freiburg), Infoladen Leipzig, Antifaschistisches Presse-Archiv Berlin, Prof. Dr. Johannes Feest vom Strafvollzugsarchiv an der Universität Bremen, AKTION 3.WELT SAAR Losheim und die GenossInnen aus Chemnitz. Norbert Schepers ließ sich von technischen Problemen aus der Rubrik Ist diese Zelle hier jetzt als Zahl als Text" oder als Text als Zahl` formatiert?" nicht aus der Ruhe bringen und stand als Diskussionspartner zur Verfügung. Nicht zuletzt danke ich Gottfried Oy. Er hat nicht nur Adressen zum Rhein-Main-Gebiet bearbeitet, sondern auch dieses Vorhaben kollegial und kompetent von Anfang an inhaltlich begleitet. Ich hoffe, dass es auch in Zukunft Gelegenheiten gibt, diese schöne Erfahrung zu wiederholen.
Bernd Hüttner, Bremen, Oktober 2006
Zum Projekt des Herausgebers: www.archivbremen.de