Protokoll vom 1.11.1997, 11.10 - ca. 13 Uhr
Ausblick - "Vorblick" auf die Weiterarbeit
1. Strukturierung dieser Besprechungs- bzw. Auswertungsrunde
Angesichts der Kürze der Zeit sind die Teilnehmenden und Interessierte aus dem TAKAÖ-Umfeld gebeten, Bernd Scheda, Lagerhaus Bremen am besten schriftlich, auf einer Seite ihre Antworten und Anmerkungen/Hinweise/Ideen zu folgenden vier Fragen zu schicken:
1. Resümee aus den Besichtigungen der italienischen Kooperativen und aus den Diskussionen mit deren Repräsentanten zu ziehen: was ist aufgefallen? was hat am meisten beeindruckt? was ist in Italien und seinen Kooperativen ganz anders"?
2. Was ist sinnvoll, von italienischen Kooperativen für Genossenschaften bzw. Projekte in Deutschland zu übernehmen?
3. Welche Projekte könnten gemeinsam mit Kooperativen in Umbrien
a) inhaltlich und
b) in welcher Form oder Struktur und in welcher strukturellen Anbindung initiiert werden?
Von Bedeutung ist dabei, ob unter den persönlichen Eindrücken und Erkenntnissen dieser Reise Projektideen für einen Kooperationsverbund zwischen Deutschland und Italien" sozusagen aufgeblitzt sind.
2. Nächste geplante Schritte des weiteren Vorgehens
Zur weiteren Konzeptionierung und Konkretisierung eines möglichen projektbezogenen Kooperationsverbundes wird ein 2. Seminar vom 30.5. - 13.6. 1998 in/auf Passalmonte stattfinden. Ein finanzieller Zuschuß in Form einer Absichtserklärung(ß) von der Carl-Duisberg-Gesellschaft ist gegeben worden.
An dem Seminar sollen mehrheitlich Personen teilnehmen, die in Projekten arbeiten bzw. eingebunden sind. Sie sollen in italienischen Projekten/Kooperativen, die aufgrund ihrer Arbeit ein interessanter und angemessener Kooperationspartner sein könnten, für wenige Tage in Praktikum/Volontariat" leisten. Die Zahl der Teilnehmenden soll auf ca. 14 Personen beschränkt bleiben, wobei z.B. zwei Personen aus einem deutschen Projekt oder eine Person aus einem Projekt, die sich zwei oder drei Projekte in Italien anschauen möchte, teilnehmen könnten.
Auf der Basis der praktischen Erfahrungen aus dem 2. Seminar soll dann eine Antragstellung auf finanzielle Förderung aus EU-Mitteln, Regionalfond o.ä. erfolgen, um ein Verbund-Projekt zwischen Italien und Deutschland (und eventuell einem dritten Land ?) zu finanzieren.
3. Blitzlicht zur Seminarauswertung und mögliche Ansatzpunkte von Anwesenden für eine zukünftige Mitarbeit
Ein Blitzlicht" zur Seminarauswertung und Ideen bzgl. einer möglichen Weiterarbeit in dem geplanten Verbund-Projekt förderte folgende Aspekte zutage:
- Organisation des Seminars vor Ort und die kredenzte italienische Küche waren gut bis ausgezeichnet; Dank an Hinnerk und Bernd, die dieses Seminar andachten und schließlich auch umsetzten;
- Andreas überlegt noch, wie er Kontakt zwischen den Regionen Rügen - Umbrien herstellen und inhaltlich füllen könnte;
- die große inhaltliche Bandbreite der italienischen Kooperativen, die besucht wurden - von der Betreuung psychisch Kranker in Wohngruppen über Brotproduktion, Geldanlagemöglichkeit bei Alcatraz bis hin zur deutschen Aus-/Umsteiger-Kooperative - beeindruckte und war sehr informativ (z.B. Hans, Ulrich,...);
- im 2. Seminar sollten Kooperativen berücksichtigt werden, die folgende Bereiche abdecken: Drogen, Party-Service, Handelsbereich, auch aus dem Umfeld der Landwirtschaft, Gastronomie, Lebensmittelverarbeitung für biologisch angebaute Produkte (z.B. Antonio, Reinhard, Christina(?)...);
- Michaels Beitrag zu ... und Strukturen andererseits, das in Übereinstimmung zu bringen problematisch sei, habe ich (U.S.) nicht verstanden. Bernd und Hinnerk haben aber mitgeschrieben;
- die politische Aussage und der Gestaltungswille der besuchten Kooperativen ist teilweise nicht rübergekommen" oder war nicht nachvollziehbar (Sven);
- die aufkommende Qualitätsdiskussion und -forderung für soziale Dienstleistungen könnte man nach Italien bringen;
- Ulrich meldete ein funktionales", an Inhalten angebundenes Kooperationsinteresse an, sofern ein entsprechendes Anforderungsprofil seitens des Verbund-Projekts definiert ist;
- Interesse an der Großbaustelle Panta Rei" (Bernd);
- die vielen Besichtigungstermine und der Transmontana"(-wind) forderten zahlreiche Teilnehmende körperlich und auch psychisch in hohem Maße.
Ein abschließender Spaziergang im milden Sonnenschein durch die Ebene glättete die Wogen der Gruppendynamik und läutete mental die Abreise ein.
Protokollant: Ulrich Schumann